Mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahl 2026 hat die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg ihre Wahlprüfsteine veröffentlicht. Darin formuliert die mittelständisch geprägte Bauwirtschaft konkrete Erwartungen an die nächste Landesregierung – mit dem Fokus auf Umsetzbarkeit, Planbarkeit und verlässliche Rahmenbedingungen für Wohnungsbau, Infrastruktur und Stadtentwicklung.
„Die wirtschaftspolitische Debatte zeigt deutlich: Entscheidend ist nicht, was angekündigt wird, sondern ob es in der Praxis funktioniert“, sagt Katarzyna Siwek, Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau. „Wohnungsbau, öffentliche Infrastruktur und Investitionen scheitern in Berlin derzeit vor allem an langsamen Verfahren, unklaren Zuständigkeiten und immer neuen Zusatzanforderungen.“
Die Bauunternehmen der Hauptstadtregion sind ein zentraler Umsetzungspartner der öffentlichen Hand – insbesondere beim Neubau von Wohnungen, bei Infrastrukturprojekten und bei der Ertüchtigung kritischer Netze. Dafür braucht es einen politischen Rahmen, der Investitionen ermöglicht statt ausbremst.
Im Zentrum der Wahlprüfsteine stehen daher vier umsetzungsrelevante Handlungsfelder:
- Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen:
durch verbindliche Fristen, klare Zuständigkeiten und konsequente Digitalisierung in allen Bezirken
- Vergaberegeln praxisnah ausgestalten:
mit Fokus auf wirtschaftliche Beschaffung, verlässliche Wertgrenzen und mittelstandsfreundliche Verfahren
- öffentliche Investitionen verlässlich absichern:
statt kurzfristiger Programme mit Stop-and-Go-Effekten
- Verwaltung handlungsfähig und digital organisiert aufstellen:
damit politische Beschlüsse auch tatsächlich Wirkung entfalten können
„Die nächste Legislaturperiode muss eine Phase der Umsetzung werden. Die Instrumente liegen längst auf dem Tisch – jetzt kommt es auf klare Prioritäten, Verlässlichkeit und konsequente Umsetzung in der Verwaltungspraxis an“, so Siwek.
Die Wahlprüfsteine der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg zur Abgeordnetenhauswahl 2026 finden Sie hier.
