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24.01.2024
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Baugewerbe weiter auf Talfahrt

Baugewerbe kämpft nach wie vor mit Bürokratie, Fachkräftemangel und der Zurückhaltung der Bauherren – Reformtempo der Politik ist zu zaghaft

 

„Das Baugewerbe befindet sich weiter auf Talfahrt. Das belegen die aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes Berlin/Brandenburg. Selbst die nicht preisbereinigten Auftragseingänge im Wohnungsbau von Januar bis November 2023 liegen in beiden Bundesländern um rund ein Viertel unter den Auftragsdaten aus 2022. Real gehen wir im Wohnungsbau von einem Auftragsverlust von über 40 Prozent im Vergleich zu 2022 aus. Auch die Auftragseingänge im Tiefbau sind preisbereinigt unter den Auftragsdaten von 2022“, sagt Katarzyna Urbanczyk-Siwek, Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau.

 

Als Grund dafür nennt die Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft die Zurückhaltung der Bauherren aufgrund der hohen Baustoffpreise, der Unsicherheiten durch politische Kosten, der gestiegenen Kreditzinsen und der fehlenden Förderung. Zudem seien weiterhin bestimmende Themen der Fachkräftemangel und die mangelnde Leistungsfähigkeit der Behörden.

 

„Materialpreissteigerungen, fehlende Leistungsfähigkeit der Verwaltung, politisch motivierte Zusatzkosten – etwa aus der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes – haben den Auftragsrückgang, der bereits im vergangenen Jahr begonnen hat, weiter verschärft. Die Unternehmen arbeiten aktuell die restlichen Aufträge aus besseren Zeiten ab. Die Geschäftsaussichten für das kommende Jahr sind jedoch alles andere als gut, zumal auch der Staat aktuell weniger als in den Vorjahren investiert“, analysiert Katarzyna Urbanczyk.

 

„Mit dem Blick auf das neue Jahr braucht es ein entschlossenes und schnelles Handeln der Politik, damit der wichtige Wohnungsbau nicht weiter abrutscht. Dazu bedarf es einer verlässlichen langfristigen Neubauförderung. Weiter braucht es einen schnellen Bürokratieabbau bei den Genehmigungsverfahren und nach wie vor die erhebliche digitale und personelle Aufrüstung der Verwaltung. Außerdem muss die öffentliche Hand ihre Investitionen deutlich ausweiten, um den Einbruch privater Investitionen abzufedern. All das muss mit mehr Tempo und Nachdruck erfolgen, als Politik und Verwaltung aktuell an den Tag legen“, fordert die Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau.

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