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22.06.2023
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Auftragseingang bricht weiter ein

Baugewerbe blickt mit Sorge auf die Geschäftsjahre 2023/24 und fordert ein Konjunkturprogramm

 

„Die Bauunternehmen in Berlin und Brandenburg schauen mit großer Sorge in die Zukunft. Beleg für die trüben Aussichten sind die aktuellen Baugenehmigungszahlen des Landesamtes für Statistik. Hohe Material- und Energiepreise, gestiegene Kreditzinsen, kaum Förderung des energieeffizienten Bauens, aber auch die zu langen Genehmigungszeiten sind die Ursachen für die Zurückhaltung der Bauherren“, erklärt Katarzyna Urbanczyk-Siwek, Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau.

 

„Der Rückgang der Baukonjunktur verschärft sich weiter. So sanken die Auftragseingänge im Wohnungsbau nicht preisbereinigt in den ersten vier Monaten 2023 in Berlin um rund 52 Prozent und in Brandenburg um rund 54 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Die Geschäftsaussichten für 2023 und 2024 sind alles andere als gut“, sagt die Geschäftsführerin der Fachgemeinschaft. Mit Blick auf Ursachen für die kriselnde Geschäftslage der Branche braucht es aus Sicht des Baugewerbes ein entschlossenes Handeln der Politik, damit der Bau nicht zum Erliegen kommt.

 

„Es braucht jetzt auch vor dem Hintergrund der Sanierungsforderungen aus der EU ein richtiges Konjunkturprogramm mit vielfältigen Maßnahmen: Die Förderung von Neubau und Sanierung muss so schnell wie möglich ausgeweitet werden. Die Genehmigungsverfahren müssen vereinfacht und beschleunigt werden. Hierfür müssen die Bearbeitungszeiten in den Ämtern deutlich verkürzt werden, zum Beispiel durch die Einführung von verbindlichen Fristen. Darüber hinaus ist die Einführung von Genehmigungsfiktionen und eine erhebliche digitale Aufrüstung der Verwaltung zwingend notwendig. Auch müssen die Bauordnungen beider Länder vereinfacht und stärker synchronisiert werden. Das Vergaberecht muss vereinfacht werden. Ebenso müssen die Energiesteuern dauerhaft gesenkt werden, mehr steuerliche Abschreibungen möglich sein und die öffentliche Hand muss ihre Investitionen deutlich ausweiten“, fordert Katarzyna Urbanczyk-Siwek.

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