Baugewerbe wirbt für schnelleres und einfacheres Bauen aber auch realistische Bündnisziele
Zum Berliner Bündnis für Wohnungsneubau sagt Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau: „Das Bündnis ist der richtige Weg. Wir können es nicht nachvollziehen, dass zwei Bündnispartner ein halbes Jahr mit verhandeln und dann auf der Zielgeraden aussteigen. Nur gemeinsam können wir in Zukunft gut und schnell die dringend benötigten bezahlbaren Wohnungen in unserer Stadt bauen. Vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine bedarf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung, gegenseitigem Verständnis, Flexibilität und Pragmatismus aller Bündnispartner – auch des Berliner Senats. Hierzu zählen in der aktuellen Situation auch realistische Ziele.“
Manja Schreiner ergänzt: „Die ausschlaggebenden Faktoren für den Berliner Wohnungsbau sind:
- Die Verkürzung der Planungs- und Genehmigungsverfahren – dafür unerlässlich ist die in Koalitionsvertrag und Bündnisvereinbarung verankerte Genehmigungsfiktion;
- Um ressourcenschonend zu bauen, müssen wir künftig mehr auf das Recycling von Baustoffen setzen – dafür dürfen jedoch Recyclingbaustoffe in der Mantelverordnung nicht mehr als Abfall definiert werden, sondern als gleichwertige Ersatzbaustoffe;
- Den steigenden Materialpreisen müssen wir etwas entgegensetzen – dazu muss die Vielzahl der Vorschriften reduziert werden, weil sie letztlich alle Baubeteiligten von Bauherrn über Planer, Verwaltung und Bauausführende überfordern und damit eine zusätzliche Belastung darstellen.
Um das zu erreichen, müssen wir gemeinsam im Bündnis auch weiterhin Lösungen suchen.“