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Verlängerung der Fristen in der Landesbauordnung führt zu erheblichen Verzögerungen auf dem Bau

Bauwirtschaft fordert stattdessen eine bessere Ausstattung der Behörden, die Ausweitung der Kindernotbetreuung und flexible Lösungen

Die Unternehmen des Baugewerbes sehen die Änderung der Landesbauordnung kritisch. Dazu Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau: „Verwaltungsprozesse müssen beschleunigt werden, indem die Landesbauordnung entschlackt wird. Aber statt das Übel bei der Wurzel zu packen, werden die an sich sinnvollen Regelungen der Fristen von Genehmigungsfiktionen bei der Baugenehmigung verlängert. Damit wird die Bautätigkeit in Berlin zusätzlich gebremst.“

Schreiner weiter: „Es darf nicht sein, dass die aktuelle Personalknappheit und die mangelhafte technische Ausstattung für die Tätigkeit im Homeoffice zur Streichung von Erleichterungen im Bauplanungsrecht führen.“ Um die gesamte Bauwirtschaft mit ihren tausenden Arbeitsplätzen weiter am Laufen zu halten, ist es zwingend notwendig, dass Senat und Bezirke Genehmigungen und Anträge zügig bearbeiten. Die Genehmigungsbehörden müssen auch in Krisenzeiten unter Einhaltung der Sicherheitsabstände für die Mitarbeiter gut besetzt sein. Die Kindernotbetreuung muss deshalb auf die Planungs-, Bau- und Straßenämter ausgedehnt werden.

Fehlende Genehmigungen verzögern die Arbeit der Bauwirtschaft bereits unter normalen Umständen. „Damit Wohnungen, Schulen, Straßen, Radwege und Leitungsinfrastruktur gebaut und saniert werden können, benötigen wir eine äußerst flexible Verwaltungspraxis, die neue Lösungen zur Vereinfachung entwickelt, wie zum Beispiel die Ausweitung von Genehmigungsfiktionen. Die Verlängerung von Fristen ist zu jeder Zeit kontraproduktiv, aber momentan ganz besonders.“

Pressesprecher:
Thomas Herrschelmann
Tel.: 030 / 86 00 04-57 | Mobil: 0151 / 422 670 76
E-Mail: herrschelmannfg-baude

 

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Autor Thommy Weiss | Pixelio