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Pressemitteilungen

Rund 15 Prozent mehr Wohnungen in Berlin fertiggestellt

Bauwirtschaft steht für Herausforderungen bereit / wohnungsbaupolitische Ziele nur mit Politik zu erreichen / beträchtliche Vorgaben und Anforderungen an Neubaustandards oder energetische Sanierung nicht weiter erhöhen

Berlin, 17.05.2018. In Berlin wurden 2017 15.669 Wohnungen fertig gestellt. Das bedeutet gegenüber 2016 ein Plus von 14,7 Prozent. In Brandenburg kamen 2017 10.914 Wohnungen hinzu, ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 3,1 Prozent.

Knapp 15.700 Baufertigstellungen in Berlin stehen für den höchsten Neubauwert seit 1999. „Die jährlich steigenden Zahlen der Baufertigstellungen belegen deutlich, dass die Unternehmen der Bauwirtschaft für die enormen Herausforderungen in der Region bereit stehen und ihre Kapazitäten stetig erweitern“, erklärt Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg. „Unsere Baubetriebe können die in Berlin benötigten Wohnungen realisieren, wenn der Senat die richtigen Weichen stellt“, führt Dr. Schreiner weiter aus.

Denn die Hauptgeschäftsführerin des Bauverbandes gibt zu bedenken, dass die Baubranche die wohnungsbaupolitischen Ziele nur zusammen mit der Politik erreichen kann. „Was wir im Berliner Wohnungsbau auf administrativer Seite dringend brauchen, sind leistungsfähige Behörden mit schlanken Strukturen, eindeutigen Zuständigkeiten und effektiven Verwaltungsprozessen. Dringend notwendig ist außerdem das Bewusstsein der öffentlichen Auftraggeber, dass es im Vergabeverfahren nicht immer nur auf den niedrigsten Preis ankommen darf.“

In Brandenburg entfällt ein Großteil der fertig gestellten Wohnungen auf private Haushalte. Die Struktur der Bauherren unterscheidet sich im Flächenland deutlich von Berlin, wo der Baumarkt von Investoren dominiert wird. „Steigende Baukosten beispielsweise durch Baumaterial- und Deponiekosten führen dann vielfach dazu, bereits genehmigte Vorhaben erst einmal liegen zu lassen“, erklärt die Hauptgeschäftsführerin zum Rückgang der Fertigstellungzahlen in Brandenburg.

Die Fachgemeinschaft Bau fordert daher, dass politische Entscheidungen immer in ihren Auswirkungen auf die Baukosten geprüft werden müssen. „Für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums dürfen die schon beträchtlichen öffentlichen Vorgaben und Anforderungen an Neubaustandards oder energetische Sanierung im Bestand nicht noch weiter in die Höhe getrieben werden. Grunderwerbssteuern, energetische und sonstige wohnwerterhöhende Modernisierungsmaßnahmen spiegeln sich in steigenden Baukosten wider, ohne dass die Baubranche selbst die Preisentwicklung antreibt“, gibt Dr. Schreiner zu bedenken.

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mittelständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Sie betreut rund 900 Betriebe und ist damit der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Weitere Informationen unter www.fg-bau.de

Pressekontakt:
Claudia Kintscher (Pressesprecherin)
Tel.: 030 / 86 00 04-19, Mobil: 0174 / 90 99 310
E-Mail: kintscherfg-baude