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Pressemitteilungen

FG Bau fordert konsequentes Vorgehen gegen Schwarzarbeit

Auffällige Unternehmen von öffentlichen Aufträgen ausschließen / Finanzkontrolle Schwarzarbeit personell stärken / gesetzliche Bestimmungen und Regelungen vollziehen

Berlin, 03.05.2018. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Berlin hat im Jahr 2017 eine Schadenssumme von rund 98,5 Millionen Euro (2016: 71,0 Millionen Euro) ermittelt. Angesichts dieses Anstiegs der Schwarzarbeit in Berlin ruft die Fachgemeinschaft Bau die Politik dazu auf, das Thema endlich entschlossen anzugehen.

Die Fachgemeinschaft Bau appelliert an Auftraggeber und Behörden, mehr Bewusstsein für einen fairen Leistungswettbewerb zu entwickeln. „Eine wesentliche Rolle spielt die Qualifikation der Projektbeteiligten. Die ausschreibenden Stellen müssen Angebote technisch und betriebswirtschaftlich adäquat einstufen können. Es darf nicht immer nur der Anbieter mit dem niedrigsten Preis den Zuschlag erhalten. Stattdessen sollten öffentliche Auftraggeber auffällige Unternehmen konsequent ausschließen“, erklärt Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin des Bauverbands.

Damit der Einsatz gegen die Schattenwirtschaft effektiver wird, fordert der Bauverband zudem, die Personalstärke der Finanzkontrolle Schwarzarbeit zu erhöhen und Vollzugsdefizite zu beseitigen. „Nachgewiesene Verstöße müssen konsequent geahndet werden.“ Zusätzlich zu den nachweisbaren Schäden belaste Schwarzarbeit auch das Image der Bauberufe. „Schwarze Schafe bringen die gesamte Branche in Verruf. Dabei sind Bauberufe abwechslungsreich und bieten beste Zukunftsperspektiven. Unser Ziel ist, dass die Arbeit am Bau junge Menschen wieder stolz macht“, betont Dr. Schreiner.

Die Bekämpfung der Schwarzarbeit ist ein zentrales Anliegen der Fachgemeinschaft Bau, da Schwarzarbeiter seriös agierende und gesellschaftlich verantwortungsvolle Unternehmen, die ihre Steuern leisten, Arbeitnehmern Mindestlöhne zahlen und Ausbildungsplätze schaffen, unter enormen wirtschaftlichen Druck setzen. Neben dem volkswirtschaftlichen Schaden steht Schwarzarbeit auch für menschenunwürdige Unterkunfts- und Arbeitsbedingungen sowie massive Verletzungen der Arbeitssicherheit.

Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e.V. vertritt die Interessen der mit-telständischen Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg. Sie betreut rund 900 Mitglieder und ist damit der größte Bauarbeitgeber- und Bauwirtschaftsverband in der Region. Weitere Informationen unter www.fg-bau.de


Pressekontakt:
Claudia Kintscher (Pressesprecherin)
Tel.: 030 / 86 00 04-19, Mobil: 0174 / 90 99 310
E-Mail: kintscherfg-baude